Was ist
Projekt Aperta?
Projekt Aperta ist eine Initiative unter der Leitung der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, das Kooperationsorgan der Zentralbanken). Kurz gesagt, es wurde die Interoperabilität im grenzüberschreitenden Open Finance getestet. Das Projekt wurde vom BIS Innovation Hub Hong Kong Centre durchgeführt. Während des Projekts verband der Prototyp die Open-Finance-Netzwerke von fünf Märkten: dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Brasilien, Hongkong und Indien. Infolgedessen bezeichnet die BIZ es als ein Netzwerk von Netzwerken.
Das Projekt brachte mehrere Zentralbanken zusammen. Dazu gehörten die Hong Kong Monetary Authority, die Zentralbank von Brasilien und die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate. Darüber hinaus nahm die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA teil. Die GLEIF (Global Legal Entity Identifier Foundation, die Organisation, die das globale LEI-System überwacht) schloss sich ebenfalls an, zusammen mit der International Chamber of Commerce Digital Standards Initiative und mehreren Geschäftsbanken und Fintechs.
Ein wichtiger Punkt: Aperta ist ein abgeschlossener und getesteter Prototyp, noch kein Live-Dienst. Dennoch zeigt es deutlich, wohin sich die grenzüberschreitende Finanzwelt entwickelt.
Warum grenzüberschreitende Finanztransaktionen eine gemeinsame Identität benötigen
Heute betreibt jedes Land sein Open-Finance-Netzwerk mit eigenen technischen Standards, Datenformaten und Vertrauensrahmen. Aus diesem Grund muss ein Unternehmen in jedem neuen Markt seine Identität erneut nachweisen. In der Praxis bedeutet dies wiederholte manuelle Prüfungen und eine langsame Einarbeitung. Zudem werden immer wieder dieselben Dokumente eingereicht.
Kleine und mittlere Unternehmen spüren dies am meisten. Schließlich sind sie es, die ausländische Geschäftskonten, Kredite und Handelsfinanzierungen benötigen. Doch sie verfügen selten über die Ressourcen eines Großkonzerns, um den Papierkram zu bewältigen.
Wie der LEI den Prozess vereinfacht
Der LEI (Legal Entity Identifier, ein globaler Identifikationscode für juristische Personen) verleiht jedem Unternehmen eine weltweit anerkannte Identität. Wenn sich ein Unternehmen also mit einem LEI identifiziert, kann es präzise, sofort und automatisch identifiziert werden. Dies funktioniert sowohl bei einer grenzüberschreitenden Zahlungsnachricht als auch bei der Eröffnung eines Geschäftskontos. Darüber hinaus ist jeder gültige Code öffentlich über die LEI-Suche überprüfbar.
Projekt Aperta zeigte, wie der LEI KYB– (Know Your Business, Überprüfung von Geschäftskunden) und AML– (Anti-Money Laundering, Verhinderung von Geldwäsche) Prüfungen optimiert. Dieselbe Logik gilt auch für KYC– (Know Your Customer, Kundenidentifikation) Prozesse. Mit anderen Worten, ein überprüfbarer Datenpunkt ersetzt einen Stapel wiederholter Dokumenteneinreichungen.
GLEIF-CEO Alexandre Kech betonte dies deutlich: Jedes System, das Daten juristischer Personen grenzüberschreitend bewegt, benötigt eine global standardisierte Methode zur Überprüfung der Organisationsidentität. Das globale LEI-System erfüllt genau diesen Zweck.
Was dies für Unternehmen bedeutet
Projekt Aperta reagiert direkt auf die vom G20 in seinem Fahrplan zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen hervorgehobenen Schwachstellen. Dazu gehören vor allem hohe Compliance-Kosten und ein eingeschränkter Zugang zu Finanzdienstleistungen im Ausland. Das Projekt setzt auch einen breiteren Trend fort. So wurde beispielsweise die Aufnahme des LEI in grenzüberschreitende Zahlungsnachrichten von der FATF (Financial Action Task Force, dem internationalen Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche) und dem BIS Committee on Payments and Market Infrastructures unterstützt. Die Wolfsberg Group und die Swift Payment Market Practice Group haben dieselbe Richtung befürwortet, und immer mehr Branchenführer schließen sich ihnen an.
Darüber hinaus sieht die GLEIF Potenzial für denselben Ansatz in digitalen Asset-Ökosystemen. Der Austausch verifizierter Daten juristischer Personen zwischen Finanzinstituten, Plattformen und Regulierungsbehörden würde auch in der tokenisierten Finanzwelt für mehr Transparenz sorgen. Vorerst ist dies eine Möglichkeit, keine funktionierende Lösung.
Für Unternehmen ist die Erkenntnis einfach: Der LEI wird zu einem Standardinstrument für grenzüberschreitende Geschäfte. Je früher ein Unternehmen seinen LEI erhält, desto besser ist es auf den Moment vorbereitet, in dem Open-Finance-Netzwerke wirklich miteinander verbunden sind.
Wie Sie einen LEI erhalten
LEI System ist ein LEI-Registrierungsagent, und die Beantragung eines LEI über uns dauert nur wenige Minuten. Danach wird der Code fast sofort ausgestellt. Registrieren Sie Ihren LEI hier und geben Sie Ihrem Unternehmen eine weltweit anerkannte Identität. Dies vereinfacht Zahlungen, Kontoeröffnungen, Compliance-Prüfungen und vieles mehr. Eine Übersicht der Kosten finden Sie auf unserer LEI-Preisseite.