Wie die LEI in den USA verwendet wird

Inhaltsverzeichnis

Holen Sie sich Ihre LEI
Schließen Sie unseren Antragsprozess in nur wenigen Minuten ab.
In 15 Minuten fertig

LEI in den USA – wann sie gemäß den Regeln für die regulierte Finanzberichterstattung erforderlich wirdWarum die LEI in den USA verwendet wird

In den Vereinigten Staaten wird der LEI-Code in Situationen verwendet, in denen die Aktivitäten eines Unternehmens regulierte Finanztransaktionen oder die Inanspruchnahme professioneller Finanzdienstleistungen beinhalten. Die LEI wurde weder als allgemeine Unternehmenskennung noch als Ersatz für ein Unternehmensregister geschaffen. Ihr Zweck ist es, die technisch korrekte Abwicklung von Finanztransaktionen in Situationen zu ermöglichen, in denen eine Transaktionsmeldung obligatorisch ist.

Der US-Ansatz ist pragmatisch: Die LEI findet dort Anwendung, wo ein Finanzdienstleister Daten über eine Transaktion übermitteln muss und wo die eindeutige Identifizierung eines Rechtsträgers zu diesem Zweck erforderlich ist. Ergibt sich eine solche Verpflichtung nicht, besteht auch kein Bedarf für eine LEI.

Für einen umfassenderen regulatorischen Überblick lesen Sie unseren detaillierten Leitfaden zum Thema LEI-Code in den USA: Was Sie wissen müssen.

In welchen Situationen eine LEI in den USA tatsächlich notwendig wird

Eine LEI wird in den Vereinigten Staaten notwendig, wenn ein Unternehmen an Finanztransaktionen teilnimmt, die meldepflichtig sind. Dies betrifft in erster Linie Situationen, in denen die Transaktion von einem regulierten Finanzdienstleister ausgeführt oder vermittelt wird.

Typische Situationen sind:
– Derivat- und Swap-Geschäfte
– institutionelle oder professionelle Wertpapiertransaktionen
– Transaktionen auf regulierten Handelsplattformen
– Transaktionen, die eine Bank oder ein Broker im eigenen Namen melden muss

In solchen Situationen ist die LEI keine optionale Ergänzung. Wenn die LEI fehlt, kann der Dienstleister die Transaktion in seinen Systemen nicht ordnungsgemäß abschließen.

Wessen Anforderung ist es in der Praxis?

In den USA geht die LEI-Anforderung in der Regel nicht direkt vom Regulator an den Unternehmer. Die Anforderung ergibt sich indirekt über die Finanzdienstleister.

Regulierungsbehörden wie die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und die Securities and Exchange Commission (SEC) legen Banken, Brokern und Plattformen Meldepflichten auf. Diese Dienstleister sind dafür verantwortlich, dass die Transaktionsdaten korrekt und konform sind.

Wenn eine Meldung eine Kennung für Rechtsträger enthalten muss, muss der Dienstleister diese vor der Ausführung der Transaktion vom Kunden einholen. In der Praxis bedeutet dies, dass die LEI von der Bank oder dem Broker angefordert wird, nicht von der Aufsichtsbehörde.

Der Dodd-Frank Act und die Meldepflichten

In den Vereinigten Staaten ergibt sich die praktische Verwendung der LEI primär aus dem Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act. Das Gesetz führte Meldepflichten für Finanztransaktionen für Banken, Broker und Handelsplattformen ein. Das Gesetz verlangt LEIs nicht direkt von den Unternehmen. Stattdessen verpflichtet es die Dienstleister, korrekte und eindeutige Daten zu regulierten Transaktionen zu übermitteln.

Um dies zu tun, muss der Dienstleister in der Lage sein zu identifizieren, welcher Rechtsträger die Transaktion tatsächlich durchgeführt hat. Die LEI ist das globale System zur Identifizierung von Rechtsträgern, das von der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) verwaltet wird, und wird als Standardkennung zur Erfüllung dieser Anforderung verwendet. Aus diesem Grund fordern Banken und Broker vor der Ausführung einer Transaktion eine LEI an – nicht nach eigenem Ermessen, sondern um gesetzliche Meldepflichten zu erfüllen.

Warum eine Bank oder ein Broker eine LEI verlangt

Für eine Bank oder einen Broker ist die LEI keine Frage der Bequemlichkeit für den Kunden, sondern ihrer eigenen regulatorischen Verantwortung. Wenn sie eine Transaktion nicht ordnungsgemäß melden können, liegt das Problem auf ihrer Seite, nicht auf der des Kunden.

Aus diesem Grund wird die LEI-Anforderung nicht aufgeschoben. Wenn eine LEI erforderlich ist, wird sie vor der Ausführung der Transaktion angefordert. Wenn die LEI fehlt oder nicht gültig ist, kann der Dienstleister die Transaktion in seinem System nicht zulassen, da er seine regulatorische Verpflichtung nicht erfüllen kann.

Aus der Sicht des Unternehmers mag dies als unerwartete oder „versteckte“ Anforderung erscheinen, aber es gibt keine separate Entscheidung, die sich an das Unternehmen richtet. Sie ergibt sich aus der Verpflichtung des Dienstleisters, die Transaktion korrekt zu melden.

Wie sich die LEI in der Praxis für einen Unternehmer darstellt

Für einen Unternehmer tritt die Notwendigkeit einer LEI meist sehr konkret in Erscheinung. Der Dienstleister gibt an, dass ein LEI-Code zur Ausführung der Transaktion erforderlich ist. Es folgen keine zusätzlichen Erklärungen oder separaten Prozesse.

Die LEI wird nicht im alltäglichen Geschäftsbetrieb, bei der Rechnungsstellung oder in Verträgen verwendet. Sie wird nur dann angefordert, wenn die Tätigkeit eines Unternehmens das Niveau von Finanztransaktionen erreicht, bei denen eine Meldung obligatorisch ist.

Wenn ein Unternehmen nicht innerhalb solcher Rahmenbedingungen agiert, kann es sein, dass die Notwendigkeit einer LEI nie eintritt. Ändert sich die Tätigkeit, entsteht die LEI-Anforderung bei einer spezifischen Transaktion, nicht als abstrakte Regel.

Internationale und grenzüberschreitende Transaktionen

Für US-Unternehmen ergibt sich die Notwendigkeit einer LEI oft auch durch internationale Transaktionen. Wenn eine Transaktion über eine Bank oder Plattform abgewickelt wird, die in mehreren Rechtsordnungen tätig ist, wird die LEI oft als gemeinsamer technischer Standard verwendet.

In solchen Fällen ergibt sich die LEI-Anforderung nicht direkt aus dem US-Recht, sondern aus der Tatsache, dass der Dienstleister dieselbe Transaktion unter mehreren regulatorischen Rahmenbedingungen behandeln muss. Die LEI ermöglicht es dem Dienstleister, dieselbe Transaktion über mehrere regulatorische Rahmenwerke hinweg ohne separate Ausnahmen oder manuelle Kontrollen abzuwickeln.

Fazit

In den Vereinigten Staaten ist die LEI keine allgemeine geschäftliche Anforderung. In vielen finanziellen Kontexten ist sie jedoch praktisch unumgänglich. Die Notwendigkeit einer LEI ergibt sich nicht aus der bloßen Existenz eines Unternehmens, sondern aus dessen Aktivitäten.

Die LEI wird von einem Unternehmer nicht als abstrakte Regel verlangt. Sie wird von Banken und Finanzdienstleistern gefordert, wenn diese ihre regulatorischen Verpflichtungen ohne sie nicht erfüllen können. Sobald diese Schwelle überschritten ist, wird die LEI zur Voraussetzung für die Ausführung der Transaktion.

Im US-Kontext ist die LEI ein praktisches Instrument, das erst dann in Erscheinung tritt, wenn die Aktivitäten eines Unternehmens das Niveau regulierter Finanztransaktionen erreichen. Sobald diese Schwelle überschritten ist, ist die LEI nicht mehr optional.

Wenn Ihr Unternehmen diese Schwelle erreicht hat, können Sie Ihre LEI hier registrieren oder verlängern.